Finanzielle Analphabeten – Meine Kontostruktur
Finanzielle Analphabeten – Meine Kontostruktur
Letzte Woche habe ich über das Buch «So Denken Millionäre – Die Beziehung zwischen Ihrem Kopf und Ihrem Kontostand» geschrieben und ich habe erläutert wie T. Harv Eker sein Einkommen auf mehrere Kontos verteilt. Wie erwähnt, habe ich diese Methode für mich auch angewendet. In diesem Blog beschreibe ich, wie ich mein Einkommen auf verschieden Konten verteile.
T. Harv Eker beschreibt in seinem Buch wie man sein Einkommen auf verschieden Konten verteilen soll nach einem fixen vordefinierten Schlüssel. Er erwähnte die folgenden Konten:
- Laufende Ausgaben 50-55%
- Spasskonto 10%
- Spendenkonto 5-10%
- Rücklagenkonto 10%
- Weiterbildungskonto 10%
- Konto für finanzielle Freiheit (KFF)
Diese Methode und Konten habe ich letzte Woche im Blog «Finanzielle Analphabeten – Die ideale Kontostruktur» beschrieben.
Mich hat diese Methode begeistert und ich habe die oben erwähnten Konten für mich implementiert. Allerdings habe ich diese nicht 1 zu 1 so umgesetzt wie von T. Harv Eker beschrieben, ich habe einige Modifikationen vorgenommen. Ich habe nicht für jedes erwähnte Konto ein einzelnes Konto, sondern habe dies zum Teil anders gelöst. Zudem habe ich für mich noch weitere Konten erstellt.
- Laufende Ausgaben
Dieses Konto ist mein Lohnkonto. Sprich auf meinem Hauptkonto bei meiner Bank geht mein Lohn monatlich ein und von diesem Konto bezahlte ich auch die täglichen Ausgaben und Rechnungen. Allerdings so bald mein Lohn auf dem Konto ankommt, geht ein Grossteil des Einkommen auf die verschiedenen anderen Konten, nach dem zuvor fixierten Verteilschlüssel. Dazu habe ich einige Daueraufträge im eBanking eingerichtet, dass das Geld gleich verschiebt. Mein Lohn kommt immer am 25. Des Monats auf mein Konto, oder am folgenden Arbeitstag wenn der 25. Auf ein Wochenende fällt. Genau dies habe ich auch bei meinen Daueraufträge hinterlegt. Zur Sicherheit habe ich noch einen Tag dazu gerechnet, denn bei meiner Bank werden die Daueraufträge jeweils am Morgen ausgelöst und bis der Lohn auf meinem Konto ist, ist es dann eher Nachmittag. Dies hat dazu geführt, dass ich während einem Tag ins Minus gerutscht bin oder die Daueraufträge nicht ausgelöst wurden. Daher habe ich einfach noch einen Tag als Buffer dazu genommen, so weiss ich, dass mein Lohn sicherlich schon auf dem Konto ist. - Spasskonto 10%
Das Geld vom Spasskonto bleibt bei mir auf meinem Hauptkonto liegen. Da ich meine Ausgaben tracke, weiss ich jeden Monat wie viel ich für Spiel und Spass ausgegeben habe und habe es somit im Griff ohne ein weiteres Konto zu haben. Das heisst bevor ich eine Ausgabe tätige, schaue ich in meinen Tracker, wie viel ich diesen Monat schon ausgegeben habe für «Spiel und Spass» und entscheide dann, ob ich mir dies noch leisten kann. Das tracken von meinem Budget habe ich mit der App iXpenseIt Pro [LINK: https://apps.apple.com/ch/app/ixpenseit-einkommen/id284947174] gemacht. Hier gibt es aber unzählige Apps, alle mit ihren Vor- und Nachteilen. Die iXenselt Pro App reichte für was ich es brauche.
Eigentlich sollte man dieses Geld jeden Monat aufbrauchen, aber ich habe dies dann als Rolling Konto eingerichtet. Sprich was ich in diesem Monat nicht gebraucht habe, habe ich dann zusätzlich im kommenden Monat zur Verfügung. So konnte ich mir auch mal etwas grösseres Leisten ohne schlechtes Gewissen, in dem ich einfach mehrere Monate zusammen gelegt habe.
In meinem Budget habe ich weniger Geld für mein Speil & Spass Konto alloziert als die von T. Harv Eker vorgeschlagenen 10%. Ich habe allgemein mein Budget so optimiert, dass ich so viel wie nur möglich auf mein KFF Konto geht. Darum habe ich mir auch etwas weniger als die 10% pro Monat gegönnt. Aber das war für mich völlig in Ordnung. Es geht einfach darum, dass man sich jeden Monat etwas leisten kann, ohne sich ein schlechtes Gewissen zu haben.
Dieses Konto finde ich eine super Sache. Wenn man ein Budget hat, und sich daran halten will, hilft es wenn man ein Konto hat, von dem man sich einfach mal etwas leisten kann, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. - Spendenkonto 5-10%
Für dieses Konto habe ich bei meiner Bank ein dediziertes Sparkonto eröffnet. Von diesem Konto mache ich nicht sehr viele Zahlungen, daher habe ich mich für ein Sparkonto entschieden. Wenn irgendwo eine Notlage ist, oder ich eine Organisation sehe, die ich als relevant empfinde, nehme ich entsprechend Geld von diesem Konto, um etwas zu spenden. Das Geld das auf diesem Konto sollte dann jedes Jahr weg sein und für einen guten Zweck gespendet werden.
- Rücklagenkonto 10%
Auch für dieses Konto habe ich ein separates Sparkonto. Es ist gut zu sehen, wie sich das Geld auf dem Rücklagekonto anhäuft. Das gibt einem Sicherheit, und man sieht wie viel Geld man hat im Falle dass etwas unerwartetes eintritt. Dieses Konto soll sich auch immer anhäufen auf diesem Konto. - Weiterbildungskonto 10%
Auch hier habe ich ein dediziertes Sparkonto. Wenn sich das Geld hier anhäuft, weiss man dass es wieder mal an der Zeit ist in sich selber zu investieren und eine Schulung zu besuchen. - Konto für finanzielle Freiheit (KFF)
Mein KFF habe ich in Form eines Depots, denn ich möchte nicht, dass mein Geld rum liegt. Sondern das Geld soll «arbeiten» und sich «vermehren». Dies geht nur, wen man das Geld auch investiert, denn auf dem Sparkonto kriegt man heutzutage nichts mehr. Ich persönlich habe mein Konto bei Swissquote, wo ich dann mein Depot habe und mein Geld anlege. Mittlerweile gibt es noch ganz viele weitere online Banken, die ich mir auch ansehen müsste. Für mich ist es wichtig, dass die Gebühren minimal sind und ich ein gutes online Interface habe. Das ist aber etwas das ich mir nächstens mal ansehen möchte, und vergleichen will, wo ich in Zukunft mein Geld habe.
Wie erwähnt habe ich noch zwei weitere Konten zu den oben erwähnten.
- Steuern
Ich weiss, wie viel ich ungefähr an Steuern pro Jahr zu zahlen habe. Somit kann ich sehr genau bestimmen, wie viel ich pro Monat auf die Seite tun muss, dass ich genügend auf der Seite habe, wenn die Steuerrechnung kommt. Im Grund sollte man eigentlich für jeden Grossen Betrag, den man im Budget hat, ein entsprechendes Konto hat. So kann man ganz beruhigt zum Beispiel die Steuerrechnung öffnen, wenn diese dann ins Haus flattert. - Urlaub
Das gleiche habe ich auch für Urlaub gemacht, auch hier habe ich ein dediziertes Sparkonto eröffnet. Urlaub ist mir wichtig und ein grosser Teil im Budget geht für Urlaub drauf. So sehe ich jeweils, wie viel wir uns für Urlaub leisten können.
Wie oben erwähnt, ist es auch hier wieder wichtig, dass man ein Budget hat. Aus dem Budget kann man dann gut ablesen, für welche Posten es eventuell Sinn mach ein dediziertes Konto zu eröffnen, und welche Budgetposten man zusammen fasst. Ich habe sogar in meinem Budget eingetragen, welcher Posten zu welchem Konto gehört. So weiss ich wie viel jeden Monat auf welches Konto gehen muss, und ich kann nachsehen welche Rechnung ich aus welchem Konto bezahlt werden muss.
Wenn es Fragen gibt zu meiner Kontostruktur, oder Du Hilfe brauchst Deine zu erstellen, komm einfach auf mich zu.
