Finanzielle Analphabeten – Warum brauche ich ein Budget

Finanzielle Analphabeten – Warum brauche ich ein Budget 

Im Blog von letzter Woche habe ich einen Überblick gegeben über «Finanzielle Analphabeten» und über was für Themen ich schreiben möchte. Heute geht es um das Budget, das Thema wie ich in die Finanz Themen rein gerutscht bin. Ein Budget ist der wichtigste Schritt, um seine Finanzen in den Griff zu bekommen und auch in Richtung zur Finanziellen Freiheit. 

Meiner Meinung nach ist ein Budget der Schlüssel, um seine Finanzen in den Griff zu bekommen. Denn ansonsten weiss man ja nie, wie viel man für was ausgeben will. Und wenn man einfach nach gut dünken sein Geld ausgiebig und keinen Plan hat, dann wird man sein Finanzielles Ziel nicht erreichen. Wie auch, weil ohne Budget hat man ja wohl auch gar kein Plan und Ziel. Wenn man in Richtung Finanzielle Freiheit gehen will, ist es unabdingbar ein Budget zu haben. Erst mit einem Budget und dem Tracken der Ausgaben, versteht man wohin der Lohn jeden Monat hin geht. Nur wenn man dies auch versteht, kann man seine Ausgaben aktiv steuern und beeinflussen. Man kann Entscheidungen treffen, was für einem Wichtig ist und wo man wie viel ausgeben will, respektiv man sparen will. 

Ich bin sicherlich ein Mensch, der Zahlen liebt und gerne Sachen trackt und verfolgt. Aber es ist wirklich nicht so schwierig für sich ein Budget zu erstellen und dies danach einzuhalten. 

Also zuerst nochmals kurz warum man ein Budget braucht. Dann wie erstelle ich ein Budget, und wie tracke und optimiere ich mein Budget. 

Gründe für ein Budget

Für mich gibt es vier gute Gründe warum jeder ein Budget braucht, und zwar unabhängig ob man viel verdient oder es gerade jeden Monat knapp ausreicht: 

  • Transparenz
    Nur wenn ich ein Budget erstelle, habe ich Klarheit wohin mein Geld jeden Monat fliesst. Jeder von uns hat ungefähr eine Ahnung wohin das Geld geht Monat für Monat, aber dies ist nur ein Gefühl. Erst wenn man es mal Schwarz auf Weiss hat, weiss man es wirklich. Und mit jedem wo ich schon zu dem Thema gesprochen habe und sich die Mühe genommen hat ein Budget zu erstellen, war erstaunt, wie viel Geld wirklich wohin fliessen. 

  • Aktiv Steuern und Optimieren
    Nur wenn man ein Budget hat und Klarheit darüber hat wohin das Geld wirklich fliesst, hat man eine Chance seine Ausgaben zu steuern. Wenn man sein Budget ansieht und die Verteilung der Ausgaben weiss, kann man sich überlegen, ob diese Verteilung mit den eigenen Prioritäten übereinstimmt. Man sieht plötzlich, dass man für gewisse Sachen viel zu viel ausgibt und kann diese Bereiche optimieren. 

  • Sparen 
    Mit einem Budget sieht man, wie viel am Ende des Monates bleibt, sprich was man sparen kann. So kann man auch planen, ob diese Sparquote ausreicht, um sich seine Pläne zu verwirklichen, und wie lange man dazu braucht. Wenn man sieht, dass es nicht ausreicht, um seine Ziele zu verwirklichen, kann man seine Ausgaben so optimieren, dass man seinem Ziel näher kommt dank einer höheren Sparquote. 

  • Finanzielle Freiheit
    Wenn genügend Geld durch passives Einkommen (Anlagen oder andere Wege) jeden Monat rein kommt, so dass man nicht mehr arbeiten muss, hat man die Finanzielle Freiheit erreicht. Aber wie viel braucht es dazu? Dazu braucht man eben ein Budget, das einem genau aufzeigt, wie viel man jeden Monat braucht zum Leben. Wenn man seine Ausgaben aufgelistet hat, hat man dann zwei Möglichkeiten für die Finanzielle Freiheit zu erreichen. (1) ein höheres passives Einkommen zu erzielen, das die jetzigen Ausgaben deckt. Oder (2) die Ausgaben reduzieren, so dass das passive Einkommen nicht mehr so hoch sein muss.
    Aber dazu braucht man zuerst ein Budget, damit man weiss wie viel man braucht. 

Wie erstelle ich ein Budget

Es ist nicht sehr schwierig ein Budget zu erstellen, aber ein wenig Zeit muss man schon investieren. Man hat relativ schnell einen ersten Wurf des Budget, aber danach muss man es auch tracken, damit man die variablen Budget Posten entsprechend anpassen und verfeinern kann über die Zeit. Sprich es ist ein kontinuierlicher Prozess. Entweder nimmt man eine App, die einem hilft ein eigenes Budget zu erstellen, oder man setzt sich einfach hin und tipp die eigenen Ausgaben in ein Excel rein. 

  • Tools 
    Es gibt viele Tools auf den Markt. Ich kann hier nicht wirklich eins empfehlen, da ich mein Budget in einem Excel gemacht habe vor Jahren. In einigen Blogs kann man aber von YNAB (https://www.youneedabudget.com/) lesen. Man kann mit YNAB nicht nur ein Budget erstellen, sondern kann danach auch seine Ausgaben tracken. Was ich dazu gelesen habe und mir angesehen habe, ist absolut cool und kann sicherlich sehr inspirierend sein. Vor allem wenn man sich selber Ziele setzten kann und man diese erreicht. Ich liebe es Ziele zu erreichen.
    Aber der Nachteil ist, es kostet etwas.
     
  • Excel
    Man kann auch relativ einfach als erstes ein Excel erstellen und seine Fix und Variablen Kosten auflisten. So hat man relativ schnell auch eine Übersicht über seine Ausgaben. Wenn es dann ums Tracken des Budget geht, gibt es auch wieder Apps die einem da helfen.
    Wenn es euch wunder nimmt, wie mein Excel aussieht und was für Elemente ich aufgenommen habe im Budget, meldet Euch einfach bei mir, ich teile dies gerne. Wenn das Interesse da ist, werde ich sicherlich auch mal dazu schreiben.  

Wie tracke ich meine Ausgaben

Wie oben schon erwähnt, ist der zweite Schritt nach dem Budget erstellen, dass man das Budget trackt. Denn durch das Verfolgen der Ausgaben, hat man ein besseres Gefühl ob das Budget wirklich passt. Erst wenn man es trackt, sieht man wirklich ob die einzelnen Budget posten auch akkurat sind, oder ob man zu grosszügig oder zu knauserig war. Wenn man seine Ausgaben verfolgt, ist es einfacher sein Budget auch wirklich einzuhalten. 

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten: 

  • App oder Excel
    Auch hier, gibt es genügend Apps auf dem Markt mit welchen man seine Ausgaben tracken kann. Ich habe über Jahre die App iXpenseIt (https://apps.apple.com/ch/app/ixpenseit-einkommen/id284947174) verwendet. Es gibt aber wohl noch 1000 andere Apps. Die iXpensIt App ist einfach zu bedienen und die Funktionen reichten für mich aus.
    YNAB bietet auch die Möglichkeit seine Ausgaben zu tracken, aber da bezahlt man halt auch eine monatliche Gebühr.   
    Selbstverständlich kann man dies auch anhand einem Excel tracken. Ich habe hier auch mal was zusammen gestellt. Wer Interesse hat, soll sich einfach bei mir melden. 

  • Briefumschlag
    Diese Methode hört sich etwas komisch an, ist aber sehr effektiv für alle die, die Mehrheitlich mit Bargeld bezahlen. Diese Methode kenne ich von meinen Eltern. Jede Woche oder jeden Monat legt man den Budgetierten Betrag in ein Briefumschlag, der Beschriftet ist mit dem Budgetposten, zum Beispiel «Essen». Ich habe dann nur jeweils so viel Geld zur Verfügung wie ich auch Geld im Briefumschlag habe, nicht mehr und nicht weniger. 

  • Kartenbezahlung
    Ich zahle mittlerweile fast alles mit der Karte. Das hat den Vorteil, dass ich am Ende des Monates alle meine Ausgaben auf der Abrechnung sehe. So kann ich retrospektiv sehen, ob ich im Budget war, oder ob ich es überschritten habe.
    Der grosse Nachteil an dieser Methode ist, dass man erst Ende Monat sieht wie viel man ausgegeben hat. Dann ist es allerdings schon zu spät, weil das Geld schon weg ist. Aber wenn man sein Budget im Griff hat, es aber trotzdem tracken will über das Jahr, ist dies sicherlich eine Zeit Effektive Variante.  

Wie optimiere ich mein Budget

Als dritte Aktivität kommt dann das Optimieren vom Budget. Hier geht es darum, dass man die Budget Posten nochmals durch geht und schaut ob man diese optimieren kann. Das eigentliche Ziel ist es, dass man mehr Geld schlussendlich hat zum Sparen. 

Es geht nicht darum, dass man sich Sachen nicht mehr leistet, sondern es geht darum, sich zu hinterfragen, ob einem dieser Betrag wert ist oder nicht. Das ist eine sehr individuelle Sache, wo man sehr ehrlich zu sich selber sein muss, wie viel dass man wo ausgeben will und wie viel Freude es einem wirklich bringt. 

Dann gibt es noch monatliche Rechnungen wie zum Beispiel Internet, Mobile Funk, Zeitungsabo, Krankenkasse, etc wo man mal vergleichen kann, ob man nicht das Gleiche für weniger Geld bekommt. Muss es das «XXL Super Mega» Mobile Abo von Swisscom sein (das einfach nur teuer ist), oder reicht mir auch das Wingo Mobile Abo für 25 CHF, wo ich in der Schweiz unlimitiert surfen und telefonieren kann… Hier muss man vergleichen, wobei einem Comparis.ch helfen kann. Es lohnt sich  gut hinzuschauen, denn oft gibt man viel zu viel Geld aus für Abos die man gar nicht braucht, oder günstiger kriegt für das wie man es nutzt. Dies habe ich schon zu oft bei Freunden gesehen, das Mobile Telefon und Internet Abo ist hier sicherlich das beste Beispiel. 


Wenn du Hilfe brauchst beim erstellen deines Budget, komm einfach auf mich zu. Ich kann dir sicherlich behilflich sein und dir Tipps und Anregungen dazu geben. Habe schon einigen Anschubhilfe gegeben. 


Kontaktformular

Name

E-Mail *

Nachricht *

Powered by Blogger.