Deep Work
Deep Work
Deep Work ist ein Buch von Cal Newport mit dem Untertielt «Rules for focused success in a distracted world”. Ich kam auf das Buch durch einen anderen Beitrag den ich angesehen habe und dacht, wauu spannend, dieses Buch muss ich mir ansehen.
Bis jetzt habe ich noch keine Buch Referenzen geschrieben, aber dies habe ich mir vorgenommen. In dem folgenden Blog Text habe ich erwähnt über was für Themen ich eigentlich schreiben will, das war die Liste (link zum Blog Post "Themen von diesem Blog"):
- Personal Improvement
- Productivity
- Financial Freedom/ Fuck you day / Second Income Stream / Projects
- Book & Blog References
Ich habe schon einiges geschrieben über «Personal Improvement» und «Productivity», aber bis jetzt noch nichts im Bereich von «Financial Freedom» und «Books & Blog References». Dabei sind dies gerade auch zwei Themen, zu welchen ich gerne was schreibe, aber einfach noch nicht dazu gekommen bin.
Gerade das Schreiben über Bücher finde ich eigentlich wichtig für mich. Denn mir ist aufgefallen, dass wenn ich Texte lese, ich sehr begeistert sein kann und mich die Ideen und Gedanken inspirieren. Aber ich danach viel zu oft zurück in den Alltag falle, in alte Verhaltensmustern. Wenn ich mir aber den Text nochmal Revue passieren lasse und die Stellen die auf mich gewirkt haben zusammenfasse, habe ich viel mehr davon. Einerseits, wenn ich es in meinen eigenen Worte nochmals wieder gebe, kann ich mir es viel besser merken und abrufen. Und zweitens, wenn ich mir die Sachen aufschriebe, kann ich später wieder nach schlagen, wenn ich das Wissen abrufen möchte. Und drittens, wenn ich meine Gedanken Teile, erhoffe ich mir Leute zu treffen, welche die Texte auch spannend finden und wir uns über ähnliche Texte austauschen können.
Also nun zum Buch «Deep Work»
In einer Zeit, in der sich die Technologie in einem Tempo entwickelt, von dem wir nur träumen konnten, müssen wir uns die Fähigkeiten aneignen, uns in unserer täglichen Arbeit ohne Unterbrechung auf eine Aufgabe nach der anderen zu konzentrieren. Wir müssen lernen, Deep Work zu praktizieren.
Multitasking ist nicht gleich Produktivität
Im Buch wird gezeigt, dass Multitasking und Ablenkung das schlimmste ist für unsere Produktivität. Es wird auf eine Studie verwiesen, welche zeigt, dass beim Wechsel von Aufgabe A zu Aufgabe B unsere Aufmerksamkeit auf die erste Aktivität gerichtet bleibt, was bedeutet, dass wir uns nur halb auf die zweite konzentrieren können, was unsere Leistung beeinträchtigt.
Eine andere Studie von McKinsey zeigt, dass der durchschnittliche Arbeitnehmer über 60 Prozent der Arbeitswoche mit Online-Kommunikationstools und dem Surfen im Internet verbringt, wobei nur 30 Prozent dem Lesen und Beantworten von E-Mails gewidmet sind.
Und das Schlimmste daran ist, dass Mitarbeiter das Gefühl haben, mehr denn je zu arbeiten. Das liegt daran, dass wir uns durch das Erledigen kleiner Aufgaben und das Verschieben von Informationen beschäftigt und erfolgreich fühlen – aber es hindert uns eigentlich nur daran, uns wirklich zu konzentrieren.
Ganz Schlimm! Und wenn ich dies so lese, muss ich mich auch an der Nase nehmen. Es fühlt sich schon gut an, wenn man kleinere Aufgaben erledigt kriegt und diese abhacken kann. Ich muss mir dies noch viel öfters vor Augen führen und mich beobachten.
Vier Methoden
Im Buch werden vier Methoden beschrieben:
- Kloster Ansatz
Der erste ist der klösterliche Ansatz. Diese Strategie funktioniert, indem man alle Ablenkungsquellen beseitigt und sich wie ein Mönch zurückzieht. - Biomodaler Ansatz
Der zweite heißt bimodaler Ansatz, bei dem es darum geht, eine klar definierte, lange Zeit der Abgeschiedenheit für die Arbeit festzulegen und die restliche Zeit für alles andere frei zu lassen. - Rhythmische Ansatz
Der dritte ist der rhythmische Ansatz. Die Idee hier ist, sich zur Gewohnheit zu machen, für Blöcke von beispielsweise 90 Minuten tief zu arbeiten und einen Kalender zu verwenden, um Ihre Leistungen zu verfolgen. - Journalistische Ansatz
Und schließlich besteht die journalistische Strategie darin, sich jede unerwartete Freizeit im Alltag zu nehmen, um tiefgreifende Arbeit zu leisten.
Mich persönlich hat der Rhythmische Ansatz am meisten angesprochen. Und auf eine Art und Weisse praktiziere ich diesen auch schon. Ich reserviere und blockiere mir Zeit in meiner Agenda um wirklich fokussiert an einem Thema zu arbeite. Meisten ist dies der Morgen, den ich mir versuche frei zu halten von Terminen, und ich sehe, dass ich Meetings eher am Nachmittag plane. Denn am Nachmittag fehlt mir oft die Energie und Motivation mich zu konsentieren und kreative zu sein. Dies geht bei mir einfach besser am Morgen.
Im Buch sagt er auch, dass man alles dran setzten muss, damit «Deep Work» auch betrieben werden kann.
- Ruhe: Sei dies sich irgendwohin begeben wo man nicht gestört ist
- Notifications: alles abzuschalten das irgendwo immer auf-pingen kann und uns ablenkt.
- Essen und Trinken: oder auch dass man etwas zum trinken und essen da hat, dass man wenn man Durst hat, nicht aufstehen muss und die Arbeit unterbrechen muss
Man muss auch erwähnen, dass unser Gehirn so verdrahtet ist, dass wir leicht abgelenkt werden. Das liegt daran, dass diese Ablenkungen evolutionär gesehen Risiken oder Chancen bergen können. Daher fällt es uns schwer, uns auf eine Aufgabe zu konzentrieren.
Alte Routinen
Bei einem Teil im Buch habe ich mich wieder gefunden. Und zwar wird beschrieben, dass wenn man nach Hause kommt, man oft nicht mehr mag und einfach mal «nichts tun» will. Sprich wir schauen fern, scrollen durch unsere Telefone oder starren auf unseren Computer. Wenn es dann endlich Zeit ist, ins Bett zu gehen, fühlen wir uns müder als wenn wir nach Hause gekommen sind.
Um dies zu umgehen, wird vorgeschlagen, alles zu planen, was man machen will. In dem man einen klaren plan hat, gewinnt man Zeit, da man die Zeit aktiver gestaltet und «mindful» ist.
Der Vorschlag ist, dass man zu Beginn eines jeden Arbeitstages einen Zeitplan, der in Blöcke von mindestens 30 Minuten unterteilt ist. In diesem Zeitplan soll man sowohl berufliche als auch private Aufgaben wie Zeit zum Entspannen, Essen oder E-Mail-Abrufen festlegen. Logischerweise wird es dann Verschiebungen geben innerhalb vom Tag, aber das ist okay.
Und um nochmals auf den Anfang zu kommen, das bedeutet auch, dass es wichtig ist, die Abende und Wochenenden im Voraus zu planen, damit man die Zeit «mindful» verwendet und an der Erreichung von bestimmten Ziele arbeitet.
Mein Ziel
Ich bin kein Fan davon, die ganze Zeit zu arbeiten. Ich bin ein Fan davon, effizient zu arbeiten, damit ich weniger arbeiten muss und in der restlichen Zeit andere Dinge tun kann, die mir Spaß machen. Und um dies zu erreichen, empfehle ich dieses Buch zu lesen.
Ich nehme mir konkret die folgenden Sachen vor:
- Rhythmische Ansatz
Der Rhythmische Ansatz passt für mich am besten. Ich werde versuchen diesen anzuwenden, indem ich mir 60-90 Minuten Blocker festlege, an denen ich an spezifischen Tasks arbeiten will und mich dann durch nichts ablenken lasse. - Notifications
Um den Rhythmischen Ansatz auch wirklich umsetzten zu können, muss ich auch alle Sachen abschalten, die mich ablenken könnten. Dann ist es dann halt mal so, dass ich eine Nachricht verpasst habe, aber ich bin mir sicher, dass es nichts wichtiges ist, dass ich nicht auch später beantworten könnte. Sprich: - Telefon weg legen
- Apple Watch so einschalten dass keine Notifikationen kommen
- Planung
Dies mache ich schon jeden Morgen, dass ich mir Gedanken mache was ich heute erreichen möchte. Aber ich muss dies nicht nur für die Arbeit machen, sondern auch für die Abende und Weekends. Es müssen realistische Ziele sein, die ich auch erreichen kann, damit ich danach befriedigt bin und mir dann wirklich auch etwas anderes machen kann.

